Kirche von Santa Úrsula

Kirche von Santa Úrsula

Hierbei handelt es sich um ein Gebäude, das im Februar 1986 zum geschützten Kulturgut in der Kategorie Baudenkmal erklärt wurde. Vor 1560 existierte bereits eine Kapelle, die Santa Úrsula geweiht war und die möglicherweise eine der ersten Bauten im Süden der Insel war.

Zu dieser Zeit lebte in Adeje Pedro de Ponte, und man glaubt, dass er auf dem Grund dieser Kapelle den Bau der heutigen Kirche begann. Es handelt sich hierbei um ein Gebäude mit zwei Schiffen, die in unterschiedlichen Perioden erbaut wurden: Das linke Schiff, die Rosario-Kapelle und der Schrein stammen aus dem 16. Jahrhundert, und bei dem Hauptschiff und der Hauptkapelle handelt es sich um Erweiterungen, die von den Marquisen von Adeje im 17. Jahrhundert vorgenommen wurden.

Besonders hervorsticht die Dachkonstruktion im Mudejar-Stil, die Sgraffiti, die den oberen Bereich der einen oder anderen äußeren Verzierung schmücken und das Götzenbild, das den Glockengiebel krönt und volkstümlich als Cabeza de Juan Centeno bezeichnet wird.

Mit Bezug auf die Sgraffiti an der Außenseite – am festlichen Teil, durch den die Marquisen die Kirche betraten-, so sei gesagt, dass diese aus geometrischen Dekorelementen bestehen, aus Serien von elliptischen und rhomboiden Formen, in Rot und Weiß, und an der Fassade erscheinen kreuzförmige Formen in denselben Farbtönen. Besonders ins Auge fällt das Sgraffito-Kreuz, das sich an der Seite der Kirche befindet, mit geometrischen Motiven und in Weiß.

Das Gebäude beherbergt verschiedene wertvolle Holzschnitzereien, wie beispielsweise die Jungfrau Virgen de la Encarnación aus dem 16. Jahrhundert, die Jungfrau Virgen de Candelaria, Santa Úrsula aus dem 17. Jahrhundert, die Jungfrau Virgen de Guadalupe aus dem 17. Jahrhundert oder die Jungfrau Virgen del Rosario aus dem 18. Jahrhundert.